Western Australia

19.06.10 – 05.07.10: Western Australia (Perth nach Broome und zurück)

19.06.10
Um 4.00h muβten wir uns schon aus dem Bett quälen, um unser Taxi um 4.45h zu nehmen und in Flieger um 6.00h nach Perth zu fliegen. Dort kamen wir gegen 8.50h Ortszeit (2 Stunden Unterschied zu Sydney) an. Nach einem kurzen Frühstück, um die Wartezeit zu verkürzen, ging es mit dem Stadtbus in die “Innenstadt” von Perth und von dort aus unter den Mühen eines kurzen Fuβmarsches zum Campervanvermieter, Travellers Autobarn.

Es gab ein paar kurze Einweisungen (die im Nachhinein doch ein paar Fragen aufwurfen, wie z.B. “wo sind unsere Kissenbezüge, die laut Checkliste hier sein sollen?”) und schon waren wir auf dem Weg zum Supermark, um für ein paar Tage im Voraus vorzusorgen und Tanken mussten wir auch, denn trotz des Vermerks im Vertrag, dass die Wagen voll sind, gab es unseren nur mit ¼ Tank (was aber wenigstens dann im Übergabedokument vermerkt wurde… wo kämen wir denn auch sons thin?!?).

Aber dann ging es endlich los zum Wave Rock in Hyden. Dort kamen wir um ca. 16.15h an und staunten über die 15m hohe Steinwelle, die im Lichte der Sonne wirklich beeindruckend war mit ihrem Streifenlook. Um 17h gings weiter und als es dann schon lägst dunkel und wir müde waren, schliefen wir über Nacht auf einem Rastplatz in Borden bei frostgen Verhältnissen.

Fotos Tag 1

20.06.10
Die Nacht war leider nicht äuβerst erholsam, da es einfach zu rattig kalt war trotz 3 Schlafsäcken (Billigversion muss ich jedoch hier erwähnen) und langen mehrlagigen Klamotten. Dafür machten wir uns früh auf den Weg und kamen dann gegen 10.30h beim Tree Top Walk an, einem Weg, der zwischen Baumkronen erbaut wurde und im höchsten Abschnitt eine Höhe von 40m erreicht. Das Ganze befindet sic him Vally of the Giants, mite norm hohen Bäumen, die z.T. Löcher haben durch Witterung oder auch Feuer.

Später fuhren wir dann weiter zum Warren Nationalpark, wo sich der Bicentennial Tree befindet. Dieser Baum ist über 70 Meter hoch und es gibt die Möglichkeit ihn zu besteigen und die Ausblicke von der ca. 60m hohen Plattform zu erhaschen. Schisser wie ich bin, habe ich mir dieses waghalsige Abenteuer verkniffen, aber Gus machte sich munter auf den Weg zur Krone und zurück. Etwas ungut war mir ja zugegebenermaβen schon, aber urteilt halt selbst, wenn ihr euch die Fotos anschaut!

Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit Fahren, um bald in wärmere, nördlichere Gefilde zu kommen. Über Nacht waren wir dann in Gingin, etwas nördlich von Perth und wie zu erwarten war, war auch die Nacht ganz schön kalt! 

Fotos Tag 2

21.06.10
Das Highlight des heutigen Tages waren die Pinnacles im Nambung Nationalpark, die wir gegen Mittag bestaunen durften. Die Pinnacles sind bizarre Sandsteingebilde, deren Herkunft bis heute eher Spekulation ist und es gibt daher zwei Verschiedene Versionen ihres Ursprungs.

Zuerst gingen wir zu Fuβ durch die Formationen und spaeter begaben wir uns auf die 4km lange Rundfahrt. Bei der Einfahrt zur “Bezahlstation” hüpften uns erstmal 2 Känguruhs vor der Nase entlang. Das 2. war so schwer zu sehen, dass wire s fast angefahren hätten und das am helllichten Tage!

Ansonsten war mal wieder viel Fahren angesagt und auβer zum Tanken kamen wir vor dem Abend nicht aus dem Campervan heraus.

Über Nacht waren wir dann in Kalbarri auf dem Kalbarri Tudor Campingplatz. Nach einem kurzen Spaziergang am Wasser ging der Abend dann auch verhältnismäβig früh zu Ende da der TV Raum kein Empfang für den Kanal hatte, auf dem die Weltmeisterschaft zu sehen war.

Fotos Tag 3

22.06.10
Früh auf den Beinen klapperten wir einige Sehenswürdigkeiten im Kalbarri Nationalpark ab und konnten attakierende Vögel, Känguruhs und wilde Ziegen beobachten. Das Highlight des Nationalparks ist jedoch das “Nature’s Window” (Fenster der Natur). Dies ist eine Steinformation, die ein Loch hat, durch das man schöne Aussichten auf eine dahinterliegende Schlucht hat und was dadurch eben ausschaut wie ein Fenster. Die Aussicht war wirklich fantastisch und so wurden wir wenigstens fuer die Mühen über die lange Schotterpiste zu fahren, die dorthin führte, entschädigt,

Später machten wir uns dann auf den Weg nach Monkey Mia, wo wir zum Glück um 19.40h ankamen (Öffnungszeit ist nur bis 20.00h).

Da wir zu faul waren zum Kochen gönnten wir uns Pizza und Fish ‘n Chips.

Fotos Tag 4

23.06.10
Um 6.30h ging der Wecker und um 7.30h waren wir am Strand, bestaunten den Sonnenaufgang und warteten hoffnungsvoll auf die Delfine, die jeden Tag um 7.45h gefüttert warden, wenn sie vorbeikommen (was so gut wie garantiert ist).

2 Stück tauchten schlieβlich auf und als die Show begonnen hatte noch ein 3. Delfin. Die Leiterin der Show hatte viel zu berichten und beim letztendlichen Füttern durfte Gus sogar einem Delfin einen Fisch reichen.

Auf dem Weg raus aus der Halbinsel hielten wir dann noch an “Little Lagoon” einem kleinen Meerwasserpool, “Eagle Bluff” einem Aussichtspunkt über die “Shark Bay”, “Shell Beach” einem Strand, der komplett aus kleinen Muscheln besteht, und bei Hamelin Pool, wo Stromatholiten im Wasser zu finden sind (Steine….).

Fotos Tag 5

24.06.10
Am nächsten Morgen kamen wir, nachdem wir auf einem Rastplatz auf dem Weg geschlafen hatten, in Coral Bay an, wo wir jedoch auch nur einen kurzen Spaziergang am Strand unternahmen und dann nach Exmouth fuhren.

Obwohl wir vor Mittag dort waren, waren alle Campingbuchten im Cape Range Nationalpark schon belegt und so blieb uns nur noch die Option auf einem Campingplatz zu übernachten. Eindeutig die teurere, aber dafür die komfortablere Option mit gescheiten Waschmöglichkeiten und einer richtig gut ausgestatteten Campingküche, die wir natürlich nur zu gerne nutzten (bevor der ganze Van nach Gehacktesbällchen riecht).

Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, machten wir einen Abstecher zum Shothole Canyon und zum Charles Knife Canyon. Schlieβlich legten wir noch einen Stop beim Pebble Beach ein und fuhren wieder zuück nach Exmouth. Die “Innenstadt” gab jedoch nicht wirklich viel her und so entschieden wir uns auf dem Campingplatz zu entspannen und mal wieder ein paar News am Bildschirm den Fernsehers in der Campingküche zu verfolgen.

Fotos Tag 6

25.06.10
Früh muβten wir aus den Federn, denn um 7.15h in der Früh wurden wir vom Bus der Ningaloo Reef Dreaming Crew abgeholt mit dem Ziel Tandabiddi Boat Ramp. Von dort aus stachen wir mit unserem schnittigen Boot in See auf der Jagd nach Walhaien, mit denen wire in wenig plantschen wollten. Bevor es jedoch so weit war, ging es erstmal eine Runde Schnorcheln im Innenriff des Ningaloo Reef (das nebenbei bemerkt an manchen Stellen nur ca. 50m vom Strand entfernt ist und so ideal für alle Schnorchler!).

Nun hatten alle bewiesen, dass sie schwimmen können und nach der Einweisung, wie mit Walhaien zu schwimmen ist, trafen wir auf Mantas mit einer Spannweite von ca. 4m. Ganz schön flinke Tiere, aber wir hüpften munter ins Wasser und verfolgten die beiden Riesen beim Gleiten durchs Wasser.

Kaum an Bord wurden wir damit auf Trab gehalten, dass unsere Crew einen Walhai lokalisieren konnten und so ging es dorthin und die erste Gruppe (wir wurden aufgeteilt um nur maximal 10 Leute auf einen Walhai stürzen zu lassen) sprang ins Wasser. Da es ein echt schnellen Tier war, gaben die Schnorchler schnell auf und unsere Gruppe war an der Reihe.

Beim ersten Reinhüpfen ist es doch erst ein komisches Gefühl, aber ich muss sagen es war wirklich ein gigantisches Erlebnis, wenn dieser Walhai auf einen zuschwimmt und man sich entscheiden muss, ob man links oder rechts ausweicht, denn in der direkten Schwimmrichtung möchte man nun wirklich nicht sein!

Ich blieb dicht bei unserer Leiterin, um mich sicher zu fühlen, was den Abstand zu dem Hai angeht und auch was einfach das allgemeine Gefühl angeht im Wasser mitten im Auβenriff zu sein (wo ja nun auch bekannterweise andere Haie lauern und nicht nur Planktonfresser wie unser neuer Freund der Walhai!).

Nach einigen Minuten drehte ich mich um, um zu schauen, wo der Rest meiner Gruppe und vor allem wo Gus ist, aber ich war mit dem Walhai und unserer Leiterin alleine… ups… erst dachte ich natürlich wir wären rausgepfiffen worden order so, aber es war einfach so, dass keiner es geschafft hatte Schritt zu halten mit dem Meeresriesen (in diesem Fall aber eine eher kleinere Version von ca. 4m). In dem Moment wusste ich das aber nicht und so lieβ ich die Crew auf dem Boot per Handzeichen wissen, dass ich wieder an Bord kommen wollte und es war schon ein etwas mulmiges Gefühl dort im Wasser auf einem Fleck zu verharren, bis das Boot nah genug war um heran zu schwimmen. Ging aber natürlich alles gut und so machten wir uns weiter auf den Weg.

Dabei sahen wir dann Buckelwale und ca. 300 bis 400 (so wurde es geschätzt) Delfine, die um unser Boot herumschwammen und kleine Kunststücke präsentierten.

Schlieβlich wurde wieder ein Walhai gesichtet (wie sich spatter rausstellte, derselbe wie bevor) und dann ging es wieder ins Wasser. Über eine halbe Stunde schwammen wir neben ihm her (dieses Mal waren es dann zum Glück auch ein paar mehr Leute, denn der Hai war eindeutig langsamer geworden) und dann wurden wir alle doch auch mal müde und wir muβten den Hai auch aus Zeitgründen (man darf nur maximal 1 Stunde  bei ihm bleiben insgesamt und die waren mit der ersten Begegnung ca. erreicht) alleine weiterziehen lassen. Als Entschädigung sahen wir dafür eine Seeschlange!

Ziemlich geschafft stürzten sich alle aufs Mittagessen und man machte es sich in einer Bucht des Innenriffs an Bord gemütlich. Das erste Mal war mir auch wieder etwas warmer, denn be idem Wind, der den ganzen Morgen pfiff waren wir schon ganz schön durchgefroren. Nach vielem Geschnacke und interessanten Geschichten von Seiten der Crew ging es nochmal eine Runde schnorcheln und dann waren wir wirklich erledigt. Mit frischen Melonen- und Orangenstücken füllten wir unsere Energiereserven wenigstens wieder ein wenig auf.

Auf dem Weg zurürck zum Anleger kamen wir nochmal in den raren Augenblick einem Dugong (einer Seekuh) beim Schwimmen zuzusehen und dann waren wir einfach froh wieder an Land zu sein und letztendlich eine schöne warme Dusche genieβen zu können. Wie ihr euch vorstellen könnt war ich in diesem Moment froh auf einem Campingplatz zu residieren und nicht in einer Campingbucht mit Plumpsklos!

Fotos Tag 7

26.06.10
Den heutigen Tag verbrachten wir, nachdem wir unsere CD mit Fotos von der Tour vom vorherigen Tag abgeholt hatten, im Cape Rage Nationalpark. Hier besuchten wir viele schöne Strände, genossen die Aussicht vom Leuchtturm und liefen durchs Flussbett eines trockenen Stroms.

Schlieβlich machten wir uns auf die Weiterreise und übernachteten auf einem Rastplatz auf den Weg nach Karratha.

Fotos Tag 8

27.06.10

Nichts besonderes ist von diesem Tag zu berichten, denn wir verbrachten ihn so gut wie nur im Auto. Zwischenstop legten wir in Karratha ein und über Nacht blieben wir in South Hedland bei Port Hedland. Da es Sonntagabend war und alle Pubs beschlossen hatten früh zu schlieβen, verfolgten wir das Deutschland – England Spiel via Liveticker und kostenlosem Internet auf dem Parkplatz von McDonalds.

Fotos Tag 9

28.06.10
Nach 3 Stunden Fahrt kamen wir beim 80 Mile Beach an und verbrachten dort den Rest des Tages.
Nach dem obligatorischen Eincremen gings an den Strand…. der vollkommen belagert war mit Fischern. Die standen dicht an dicht mit einem Abstand von ca. 15m voneinander und darüber hinaus durfte man am Strand Auto fahren. Klasse. Naja, aber wie auch immer. Wir legten uns einfach mal hin und lasen ca. 2 Stunden lang in der Sonne, bis wir dann etwas müde wurden und wir etwas aus der Sonne raus wollten. Im Schatten des Campervans relaxten wir dann noch etwas und gegen 16.30 sind wir nochmal an den Strand, um im Watt spazieren zu gehen. Das Meer war fast einen Kilometer weit zurückgegangen und  als wir an der Wasserkante ankamen und mit einem Rentner etwas am Schnacken waren, war auch schon Zeit für den schönen Sonnenuntergang, den wir mit zich Fotos festhielten.

Der Weg zurück war ein wenig kalt, denn wir hatten nicht geplant so lange am Strand in der leichten Brise zu bleiben, die sich ohne Sonne deutlich kühler auf der Haut anfühlte, aber es war noch auszuhalten. Nach der Dusche gingen wir dann zum Gasgrill und gönnten uns ein Steak, Würstchen, Bohnen und Brot mit Knoblauchbutter.

Fotos Tag 10

29.06.10
Heute hieβ es auf nach Broome, wo wir nach ca. 4 Stunden Fahrt keine groβe Auswahl an Campingplätzen fanden, denn fast alle waren komplett ausgebucht. So mussten wir auf einem relative teurem einchecken. Nachdem wir unseren Kühlschrank aufgefüllt hatten, schlenderten wir durch Chinatown und dann zogen leider einige Wolken auf. Trotzdessen fuhren wir noch zum Gantheaume Point und zum Town Beach bevor wir uns wieder zum Campingplatz begaben.
Dort grillten wir abends wieder und unterhielten uns mit 4 Rentnern, die auf Tasmanien leben und mit Jeep und Zelt unterwegs waren. Wirklich eine lustige Truppe und ein netter Abend.
Zu unserer Erstaunis kamen dann auch noch ein paar Tropfen vom Himmel, aber das war kaum der Rede wert.

Fotos Tag 11

30.06.10
Nachdem wir feststellen mussten, dass der Himmel auch am nächsten Tag noch ziemlich  verhagen war, entschieden wir uns nach einem Abstecher zum Cable Beach unseren Aufenthalt in Broome etwas zu verkürzen und nun schon Richtung Karijini Nationalpark aufzubrechen.

Auf dem Weg zurück bemerkten wir, dass wir wohl Öl brauchen und wir auch schon über die 5000km Grenze gekommen waren. Daher hielten wir an einem Roadhouse und wollten Travellers Autobarn anrufen. Das ging jedoch nicht wirlklich, denn die 2 Stunden Zeitdifferenz zu Sydney hieβen, dass die Hotline bereits geschlossen war für den Tag.

Wir machten uns dann auf den Weg nach Port Hedland und schliefen wieder in South Hedland.

Fotos Tag 12

01.07.10
Am nächsten Morgen kamen wir dann durch zu einem Mitarbeiter und der nannte uns einen Mechaniker, der uns das Öl auffüllen würde.

Als wir dort ankamen, hatten diese nie etwas von Travellers Autobarn gehört. Ein klärender Anruf reichte jedoch und wir waren bald auf dem Weg nach Karijini mit frisch aufgefülltem Öl und einem ruhigeren Gefühl beim Fahren (wer mag schon wenn diese Warnsymbole aufblinken beim Fahren?!?).

Gegen Mittag kamen wir im Karijini Nationalpark an, bezahlten unsere Campinggebühr und fuhren zum Stellplatz gelegen auf dem Dales Campground an der “Euro Loop” (Euro werden auch Känguruhs einer bestimmten Art genannt, die sich an Hügeln/ Bergen aufhält). Nachdem wir uns umgezogen und eingecremt hatten gingen wir los und erkundeten die nähere Umgebung.

Zu Fuβ ging es also los entlang an dem Rand von dem Dales Gorge. Schlieβlich endeten wir an dem Fortescue Falls Aussichtspunkt und stiegen hinab in die Schlucht zu dem Fortescue Wasserfall. Ein superschöner Fleck dieser Erde und mit einem kleinen Fuβmarsch kamen wir beim Fern Pool an. Leider hatten wir in all der Eile los zu gehen vergessen Handtücher einzupacken und so sahen wir vom Plantschen im kühlen Nass ab.

 Durch die Schlucht ging es dann zurück zum Three Ways Aussichtspunkt und schlieβlich zum Circular Pool, der momentan im Schatten liegt und so eisig kalt ist. Warnungen werden sogar ausgsprochen, dass einige Pools so kalt sind, dass Erfrierungen auftreten können, wenn man sich zu lange in ihnen erfrischt.

Nachdem wir zurück zum Three Ways Aussichtspunkt gewandert waren, erklammen wir die Felsstufen zurück zum Rand der Schlucht.

Das Ganze war ausgelegt auf ca. Insgesamt 6 Stunden und wir waren nach ungefähr 3.5 Std. wieder zurück am Campervan, aber nunja, wir hatten auch beiden den Drang uns mal wieder etwas körperlich zu betätigen nach all dem Autofahren, so war kaum so erstaunlich.

Zurück am Campervan merkten wir den kalten Wind und blieben nicht lange drauβen in der Abendsonne zum Lesen. Nach dem Abendbrot war es aber auch im Wagen schon derbst kalt geworden und wir ahnten, dass es keine besonders gemütliche Nacht werden würde.

Fotos Tag 13

02.07.10
Es war sowas von schweinekalt, dass wir am nächsten Morgen Mühe hatten uns aus den Schlafsäcken zu trauen. Gegen Mittag kamen wir dann auch erst bei der Weano Recreation Area an und waren froh, dass der Campervan eine weitere Schotterpiste überstanden hatte. Von hier aus bewanderten wir nun den Weano Gorge, und stieβen nach Klippen und Schluchten auf einen kleinen Pool, den wir durchqueren mussten. So hieβ es also raus aus den Sneakern, Shorts hochkrempeln und rein ins nasse Vergnügen. Zum Glücken waren ein paar gröβere Steine in die Mitte des Weges gelegt und so wurden nur die Beine bis zur Hälfte der Oberschenkel nass (zumindest für Menschen meiner Gröβe).

Auf der anderen Seite kamen wir an der Felswand an und mussten uns an den Vorsprügen entlang hangeln, um heile auf der anderen Seite anzukommen.

Nach weiteren Hangelaktionen gab es einen engeren Felsspalt durch den wir uns durchkämpften. Die Naturformationen sahen wirklich toll aus und immer wieder waren kleine Wasserfälle oder mehrfarbige Steine zu bestaunen. Letztendlich kamen wir beim sogenannten Handrail Pool an. Um hinab zu kommen zu kommen, musste man sich an einem Handlauf entlang hangeln, aber mit dem Profil meiner Schuhe war kein Halt zu finden und so wartete ich, bis Gus wieder zurückkam. Nach diesem Pool hätten wir eh Brusttief ins Wasser gemusst und das hatten wir weniger vor mit Rucksack und Kamera usw.

So ging es also zurück und wir machten uns auf den Weg zum Junction und Oxer Lookout, wo man sehen kann, wie alle vier Schluchten (Weano Gorge, Red Gorge, Joffre Gorge und Hancock Gorge) zusammen kommen.

Wieder den gleichen Weg zurück und dann wanderten wir rubber zum Hancock Gorge.

Nachdem wir einen Teil der Schlucht hinabgestiegen waren, wurde der letzte Abstieg mit einer Metallleiter erleichtert. Unten angekommen wurde uns bald klar, wieso dieser Wanderweg eine höhere Schwierigkeitseinstufung bekommen hatte. Die Wände waren eng, viel Wasser war im Spiel und so einige Schluchten und Kletterabenteuer. Aber es war alle Mühen Wert, als wir zum Amphitheater kamen, den Spider Walk durchwanderten und schlieβlich beim Kermits Pool ankamen. Von dort aus hätte man entsprechendes Equipment zum Klettern und Abseilen haben müssen und dafür sind wir ja nun nicht ausgerüstet oder auch dementsprechend eingewiesen.

Also drehten wir wieder um und zum Glück erschien der Rückweg etwas einfacher. Trotzdessen war ich schon etwas kaputt als wir endlich nach fast 4 Stunden Wandern wieder am Wagen ankamen.

Nach einem urzen Pittstop machten wir uns dann auf den Weg nach Newman.

Der Campingplatz hatte dort zum Glück noch offen und wir konnten un seine warme Dusche gönnen und den Wagen zumindest anfänglich entstauben, denn der rote Sand ist einfach überall hingekommen. Jede kleine Ritze… ooops…

Zu faul zum Kochen machten wir uns auf zum Pub. Dessen Küche hatte leider schon geschlossen, aber ganz nett wurden wir zu einem Restaurant verwiesen, wo wir lecker zu Abend aβen. Zurück im Pub sahen wir das Holland Brasilien Spiel während die Pubbedienung aufräumte und sauber machte. Da Stripper in der Stadt waren (in zwei anderen Pubs), war beschlossen worden den Pub früh zu schlieβen, um keine der besoffenen Stripshowbesucher begrüβen zu müssen.

Trotzdessen boten sie uns aber an zu bleiben solang sie noch aufräumen und darüber hinaus kamen wir noch in den Genus seines Freigetränks. Wirklich nett muss ich sagen!

Nach der frustrierenden Niederlage ging es dann zurück zum Campervan und mit vielen Lagen an Klamotten wappneten wir uns gegen die Kälte (5°C waren angesagt).

Fotos Tag 14

03.07.10
Früh aufgestanden machten wir uns daran ein paar total verstaubte Laken, Kissen und Handtücher zu waschen und nebenbei den Van von Innen zu entstauben. Vor allem das Entstauben war eine wirklich nervige Sache, denn der feine Sand war wirklich überall!

Gegen 8.45h fuhren wir dann zum Informationszentrum, da wir die BHP Billliton Open Cut Mine (angeblich gröβte der Welt) Tour mitmachen wollten, aber natürlich hatten die beiden Personen vor uns die letzten beiden Plätze ergattert. Naja… 20$ gespart pro Person! Stattdessen haben wir uns die riesigen Maschinen und Nutzfahrzeuge im “Museum” des Infozenters angesehen und sind dann zum Radiohill Aussichtspunkt gefahren, von wo aus wir nicht nur Newman, sondern auch die Weiten der Pilbara sehen konnten.

Anschlieβend gings ans obligatorische Einkaufen und Tanken und dann machten wir uns auf den Weg zurück Richtung Perth.

Unserer Zwischenstop für die Nacht war Meekatharra. Nach dem Einchecken auf dem Campingplatz machten wir uns daran die Pubs abzuklappern, um heruszufinden, ob jemand das Deutschland vs. Argentinien Spiel um 22h zeigt. Die Suche war dann auch erfolgreich… dachten wir zumindest… aber als wir um 21.30h wieder dort ankamen war der Pub geschlossen. Groβartig!!!
Wir trödelten dann zum nächsten Pub, der derweil Tennis zeigte und auf Anfrage bereit war auf Fuβball zu stellen… aber den Kanal nicht empfing.

Also alles in allem ein etwas unglücklicher Abend, da wir die 4:0 Niederlage Argentiniens so leider verpassten.

Fotos Tag 15

04.07.10
Natürlich ging unsere Fahrt weiter nach Perth und unser Ziel war Gingin, wo wir schon einmal zu Beginn übernachtet hatten. Gegen späten Nachmittag kamen wir dort an und wärmten uns (und den Van durchs Kochen ansich) mit Reis, Bohnen und Hähnchen auf. Ganz gemäβ des Zwiebeleffektes wappneten wir uns für eine Nacht kaum über Null und schliefen früh ein.

Fotos Tag 16

05.07.10
Fast den ganzen Morgen verbrachten wir damit den Van von Innen “auf Hochglanz” zu bekommen und das war bei den niedrigen Temperaturen gar nicht so spaβig. Auf dem Weg nach Perth rein machten wir dann noch Halt bei einer Autowaschanlage und beseitigten all den Dreck von Auβen.

In Perth dauerte es etwas bis wir eine Tankstelle fanden, aber wenigstens die Vanübergabe ging glatt über die Bühne.

Voll bepackt mit Rucksäcken und Tüten mit unserern restlichen Lebensmitteln machten wir uns auf den Weg zum Hostel, “The old swan barracks”, und checkten dort ziemlich kaputt ein. Aber da wir ja nicht viel Zeit in Perth hatten, ging es direct in die Innenstadt und nach einem sehr gesunden und nahrhaften Essen bei bekanntesten Fastfood Restaurant der Welt, liefen wir durch die Innenstadt, zum Fähranleger beim Bell Tower und zum Parlamentshaus.

Zurück im Hotel waren wir dann ganz schön erledigt und nach der Dusche fielen die Augen beim Lesen einfach zu.

Fotos Tag 17

06.07.10
So schnell geht es und schon begann der letzte Tag unseres Urlaubs in Western Australia.

Nach dem Frühstück checkten wir aus und lieβen unser Gepäck im Hostel. Anschlieβend liefen wir zum Busstop und fuhren in einer groβen Schleife zum Kings Park, wo wir einen langen Spaziergang unternahmen in Mitten einer risen Gruppe von Asiaten… die sind halt doch einfach überall!
Der Kings Park war wirklich schön und das Wetter klarte auch ein wenig auf und die Sonne zeigte sich so ab und an zwischen den grauen Wolken.
Von dort aus ging es zu Fuβ zum Fähranleger und auf nach Fremantle per Boot. In Fremantle schauten wir uns um, aβen Seafood und machten uns schlieβlich wieder auf den Rückweg nach Perth (allerdings dieses Mal mit dem Zug). Da wir noch einige Zeit überbrücken mussten, entschlossen wir uns kurzerhand ins Kino zu sehen und den neuesten Shrek Streifen in 3D zu sehen. Sehr unterhaltsam, aber nicht der total Lacher, wie erhofft. Nach dem Film fanden wir heraus, wann der Bus zum Flughafen fuhr und gingen zurück zum Hostel. Dort chillten wir für eine Stunde, nahmen unser Gepäck und liefen zum Bus.

Gegen 22h kamen wir dann am Flughafen an und um 23.55h ging unser Flieger.
Am 07.07. kamen wir um 6.15h in Sydney im Nieselregen an und unsere Reise war vorbei.

Fotos Tag 18

Antworten

  1. [...] Western Australia [...]


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